Lodz hat eine reiche literarische Tradition.
Es ist die Geburtsstadt von Julian Tuwim. Dieser berühmte polnische Lyriker wohnte in einem Haus an der St-Andrzej-Str. (die heutige A. Struga-Str.). In den Jahren 1947-1950 war er künstlerischer Leiter des Neuen Theaters in Lodz. Die Stadt hat ihren Dichter zwei mal mit dem Literarischen Preis der Stadt Lodz geehrt (1928 und 1949). Außerdem hat ihm die Lodzer Universität im Jahre 1949 den Titel „Doktor honoris causa" verliehen. Das literarische Werk Tuwims erfreut sich Riesenpopularität. Zu seinen wichtigsten Werken gehören: „Kwiaty Polskie" („Polnische Blumen"), „Czyhanie na Boga" („Lauern auf Gott"), „Sokrates tañcz±cy" („Tanzender Sokrates"). Besonders beliebt sind Tuwims Kindergedichte: „Zosia Samosia" („Zosia"), „Lokomotywa" („Lokomotive"), „Rzepka" („Rüben").
Lodz ist der Spielplatz eines der berühmtesten Romane von W³adys³aw Reymont unter dem Titel "Das gelobte Land ". Er ist 1899 veröffentlicht worden. Der Autor hat darin ein ergreifendes Bild der jungen, sich dynamisch entwickelnden kapitalistischen Metropole erschaffen. Dieses Stadtbild ist sehr realistisch und umfassend: Fabriken und Kantoren, Restaurants und Bahnhöfe, Parks und Strassen, Paläste der Reichen und Arbeiterbruchbuden.
Auch Jan Sztaudynger - Dichter, Satiriker, Kenner und Verbreiter des Puppentheaters - hat sein Leben mit Lodz verbunden. In den Jahren 1945-1961 lehrte er an der Staatlichen Dramaturgieschule des Puppentheaters in Lodz. Er war außerdem Redakteur des Lodzer „Puppentheaters". Im Jahre 1946 veröffentlichte er sein Sammelband „Transit durch Lodz", in dem er seine Sehnsucht nach dem literarischen Cafe „Fraszka" zum Ausdruck brachte. In „Pickwicks Club" erinnert er an die einzigartige Atmosphäre des damaligen Lodz.
In Lodz sind viele literarische Kulturvereine tätig: der Literarische Verein „Akant", Krzysztof-Baczyñski-Literaturverein (Stadtmitte-Kulturforum) und eine Niederlassung des Adam-Mickiewicz-Literaturvereins, die an der Lodzer Universität tätig ist. |