Karl Scheibler Palast Zwyciêstwa Pl. 1, 90-312 £ód¼ Postacie powi±zane z zabytkiem: Karl Scheibler (1820-1881) kam 1852 nach £ód¼. Laut der Tradition wohnte er anfangs in einem heute nicht mehr vorhandenen eingeschossigen Weberhaus an der Piotrkowskastraße 263. Nachdem er ein weites Gelände, ein Fragment des Englischen Gartens am Wodny Rynek, gepachtet hatte, trat er an den Bau der Fabrikanlage und seiner ersten Residenz. Das war sicher ursprünglich ein bescheidenes mit Ziegelsteinen bedecktes Eingeschoßgebäude auf dem rechteckigen Plan mit den Abmessungen ca. 12 x 27m. Es überragte jedoch durchschnittliche Weberhäuser mit seinen Ausmaßen. Daneben befanden sich Wirtschaftsgebäude und Ställe, von der Ostseite stand ein zweigeschossiges Spinnereigebäude - die Quelle der wachsenden Einkommen. 1865 entschied Karl Scheibler seinen Wohnsitz nach dem Entwurf des Kreisbaumeisters Karl Mertsching auszubauen. Das Gebäude wurde ein Stockwerk höher und an die Seitenfassade wurde ein eingeschossiger Stall angebaut. Zwischen dem neuen und alten Teil wurde ein dreigeschossiges später auch den Fahrstuhlschacht enthalten - des Treppenhaus errichtet, was von dem Ehrgeiz des Bestizers zeugen sollte. Der nächste Scheibler, Sohn des Firmengründers, der auch den Vornamen Karl trug, nahm 1886 die weitere Modernisierung der Stammpalastes vor. Er stellte dazu den Warschauer Architekten Edward Lilpop an, der auch die prächtige Grabkapelle der Scheiblers auf dem evangelischen Friedhof mitentworfen hatte. Letzten Endes erhielt die Residenz einen einheitlichen Charakter. Der Stall wurde erhöht und in Wohnräume umgestaltet. Der neue Wagenschuppen wurde von der westlichen Seite gebaut. Die von jetzt an einheitlichen geputzten Fassaden erhielten einen ausgewogenen, ruhigen Charakter mit den Neurenaissance-Motiven im Dekor. Der Haupteingang zum Palast befand sich von der Hofseite, er bekam die Form eines eingeschossigen Vestibuls. Ein die lange Fassade vereinigendes Element waren die horizontalen Quader. Seitens des Wassermarktes trat ein neuromantischer Giebel auf, der nicht die Palastachse, sondern den Turm betonte, darunter wurde ein Zierbalkon untergebracht. Am Fries der Palastfassade finden wir auch ein Textilmotiv - die Spindel. Hinter den wie für Lodzer Verhältnisse ernsten Fassaden befinden sich von Reichtum strotzende Innenräume, sie gehören zu den am besten erhaltenen und besonders unterschiedlichen in unserer Stadt. Zu den interessantesten Räumen gehören: der neumanierische Speisesaal, das mauretanische Zimmer und das Schlafzimmer im Neurokokostil. An den Wänden befinden sich Holzverkleidungen und Korduanimmitationen, gemusterte Tapeten und Gemälde. Zur kostbaren Ausstattung gehört auch die Mosaik der Venediger Werkstatt von D. A. Salviati, über einem der Kamine angebracht. Der gegenwärtige Wirt des Palastes ist das Museum für Kinematographie, das seit mehreren Jahren die komplizierte Renovierung und Konservierung des Objekts führend gleichzeitig eine "lebhafte" Kulturinstitution - der Organisator interessanter Ausstellungen, Bälle und Künstlertreffen bleibt.
Die informations Quelle: "Die Bunte Stadt"
|