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Villen & Paläste des "versprochenen Landes"<<
Karol Poznañski Palast
Gdañska Str. 32, 90-716 £ód¼

Am Zusammenlaufen der Dlugastraße (heute Gdañskastraße) und der Schulzpassage (heute 1-Mai-Straße genannt) errichtete Israel Kalmanowicz Poznañski 1904/1905 eine Residenz für seine Familie. Den Entwurf dieses Palastes führte Adolf Seligson aus, der Autor u.a. der Silberstein-Fabrik an der Piotrkowskastraße, einer Reihe von Häusern und Palästen, und auch der ritualen Bauwerke auf dem jüdischen Friedhof. Das weite Eckgrundstück ermöglichte, einen geräumigen Wohnsitz zu bauen, der dem Besitzer und seinen Nächsten luxuriöse Lebensbedingungen sicherte. Die Residenz bekam ein an die Florentiner Renaissance anknüpfende Stilkostüm. In den Fassaden bemerken wir charakteristische Zwillingsfenster und mächtige Quader, bekannte Motive der toskanischen Residenzen aus dem 15. Jh.

Der Palast ist jedoch am Anfang des 20.Jh. in £ód¼ enstanden und mußte dem Geist seiner Zeit sowie den damals auftretenden Bedürfnissen entsprechen. Deswegen traten hier außer den Renaissancedetails auch die für die Fabrikantenresidenzen typischen Lösungen auf. Bemerkenswert ist auch der Bogengang der Auffahrt seitens der 1-Mai-Straße, der als represäntativer Residenzeingang diente. Der Eckturm auf ovalem Plan mit elliptischer Kuppel bedeckt oder die leicht hervortretenden Fassadenfragmente und Erker zeigen auch, daß hier die italienische Renaissance angepaßt und umgestaltet wurde. Die vortrefflichen Innenräume werden heute von der Musikakademie bewohnt.

Ihre Schönheit zeigt auch das prächtige Trepenhaus mit geschmiedeten Geländern versehen, ein Musterstück des Kunstschmiedehandwerks, und mit einem großartigen Gewölbe bedeckt. Die Residenz besitzt auch einen mit Glasdach bedeckten intimen "Wintergarten". Seine Ausstattung seitens des Palastparks ist besonders im Frühling, wenn darin die Magnolien blühen, fabelhaft. Das mächtige Bauwerk ist von einem dekorativen Zaun umfaβt. Auf einem seiner Pfeiler hat einst Moritz Welt, der unvergessene Held "Des gelobten Landes", in der Wajda-Verfilmung von Wojciech Pszoniak gespielt, gestanden.

Die informations Quelle: "Die Bunte Stadt"

 

Villen & Paläste des "versprochenen Landes"
 
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